1934-1938 Die Gründungs- und Vorkriegsjahre
1934
In Steinenbronn fanden sich im Frühjahr 1934 einige musikbegeisterte junge Männer mit den beiden erfahrenen Musikern Richard Fick und Otto Zeeb aus Häfnerneuhausen (heute Ortsteil Neuenhaus der Stadt Aichtal) zusammen mit dem Ziel, eine Musikkapelle zu gründen. Glücklicherweise kam der Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr (Kommandant Gotthilf Eberhardt, Karl Hauser, Wilhelm Hertfelder, August Nagel, Gottlieb Maier, Gottl. Haisch, Karl Wenger, Eugen Maier, Karl Ebinger und Karl Weindorf) diesem Wunsch entgegen, indem er anregte, eine eigene Feuerwehrkapelle zu gründen.
Im Ort gab es, besonders in den Reihen der Feuerwehr, genügend junge Leute, die in der neugegründeten Kapelle mitspielen wollten. Der damalige Bürgermeister Müller hatte die Gründung der Kapelle nachhaltig gefördert. Die benötigten Musikinstrumente wurden mit einem Kredit von der Spar- und Darlehenskasse bei der Firma Schedewy in Ludwigsburg gekauft. Nun konnte mit den Proben, die damals im Gasthaus „Zur Krone" stattfanden, begonnen werden.
Als Leiter und Dirigent der neuen Kapelle hatte sich Herr Richard Fick zur Verfügung gestellt. Durch sein unermüdliches Wirken und seinen vorbildlichen Eifer konnten alle Anfangsschwierigkeiten überwunden und schon bald erste Erfolge erzielt werden.
Dank der freudigen Mitarbeit der jungen Musiker machte die Kapelle in den Proben rasche Fortschritte.
1935
So kam es, daß die Kapelle schon im ersten Jahr nach ihrer Gründung bei einem Musikfest in Stuttgart-Feuerbach am Wertungsspiel teilnehmen konnte. Mit der Ouvertüre „Sylvana" von W. Wolff errang sie in der Unterstufe ein beachtliches „Sehr gut". Die aktiven Musiker der ersten Zeit waren:
Richard Fick (Dirigent)
Paul Auch
Eugen Böpple
Herrmann Fischer
Wilhelm Fischer
Ernst Gräther
Richard Hanselmann
Otto Schienle
Gotthilf Schuldt
Karl Schuldt
Franz Strobel sen.
Franz Strobel jun.
Paul Wacker
Otto Zeeb
1936
Angesichts des großen Erfolges im Vorjahr trat die Kapelle auch im Ort jetzt immer mehr an die Öffentlichkeit und spielte bei Festen und sonstigen Anlässen.Als weitere Musiker kamen in diesem und in den folgenden Jahren noch hinzu:
Wilhelm Elsäßer
Karl Grob
Otto Hertfelder
Otto Stierle
Friedrich Schuldt
Albert Walz
Hermann Schuldt
Albert Herzog
Wilhelm Strobel
Werner Haag
Paul Decker
Karl Fischer
Fritz Hoffmann
1937
In diesem Jahr veranstaltete die Kapelle ihr erstes eigenes Fest. Die Einnahmen daraus dienten zur Deckung der Schulden aus dem Kauf der ersten Instrumente.
1938
Die Musterungen und Einberufungen der noch wehrpflichtigen jungen Männer nahmen immer mehr zu. Der Aufbau der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes hatte ihre Auswirkungen auch auf das Vereinsleben. Die wehrpflichtigen jungen Männer wurden gemustert und meist bald nachher zum Arbeits- und Wehrdienst eingezogen. Auch die jungen aktiven Musiker der Steinenbronner Musikkapelle blieben davon nicht verschont. Diese personelle „Auslichtung" bedeutete eine empfindliche Schwächung und Beeinträchtigung der Kapelle. Trotzdem spielte die Stammkapelle auch weiterhin bei allen öffentlichen und vielen sonstigen Anlässen in der Gemeinde.