1946-1948 Die Nachkriegsjahre
1946
Die wieder erstandene und erneuerte Kapelle zeigte in den Proben unter ihrem Dirigenten Otto Eppel die ersten guten Fortschritte. Allerdings stellten sich auch die ersten Schwierigkeiten ein, als es darum ging, weitere Instrumente und Noten zu kaufen und die alten Instrumente reparieren zu lassen. Es fehlte, wie überall in dieser Nachkriegszeit an allem und jedem, vor allem an Material und Geld.
1947
Aber gerade die äußere Not dieser Zeit führte die Mitglieder der Kapelle zu besonders enger Kameradschaft zusammen und ließ sie so auch diese Schwierigkeiten und Hemmnisse überwinden. Dabei waren immer wieder Otto Eppel, Otto Zeeb und der neue Musikervorstand Paul Wacker Vorbild und Ansporn. Durch ihr unermüdliches Wirken für die Kapelle schufen sie in diesen schweren Jahren die Grundlage für die späteren Erfolge der Kapelle.
Um bei festlichen Veranstaltungen attraktiver auftreten zu können und die Bevölkerung für die Tätigkeit der Musikkapelle noch mehr zu interessieren, begann man mit Theateraufführungen mit einer Laienspielgruppe der Kapelle. Diese Aufführungen bei Herbstfeiern, Weihnachtsfeiern usw. führten besonders in den Wintermonaten zu einer wesentlichen Bereicherung des kulturellen Lebens der Gemeinde während jener an derartigen Veranstaltungen recht armen Zeit. Der Kapelle brachten sie eine kleine finanzielle Hilfe.
1948
Die Währungsreform im Juni brachte wieder neue große Sorgen um den weiteren Aufbau der Kapelle. Die laufenden Unkosten überstiegen das Leistungsvermögen der Mitglieder. Von der Freiwilligen Feuerwehr war auch keine nennenswerte finanzielle Hilfe zu erwarten. Die Vorstandschaft mit dem Dirigenten trug sich daher mit dem Gedanken, die Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr zu lösen und einen selbständigen „Musikverein" zu gründen. Öffentlichkeit.